Wir starten unsere Wanderung am Parkplatz in der Nähe des Niedersonthofener Kirchplatzes. Von dort ist der Weg gut beschildert Richtung Wasserfall. Der Weg führt uns zuerst einmal in südwestlicher Richtung quer durch den schönen Ort. Schon bald verlassen wir das bebaute Gebiet und wandern weiter Richtung Natur. Am Waldrand, sowie am Schrattenbach angekommen wandern wir nun auf einem breiten Forstweg bergauf. Dieser führt zuerst noch schön gelegen durch den Wald, stets bergauf und geht schon bald in einen Wanderweg über.
Nach dem wir eine nette Wegstelle mit kleiner Waldhütte passiert haben folgen wir weiter dem Wegweiser Richtung Wasserfall hinunter zum Schrattenbach. Entlang des Bachs geht es nun mal eben, mal bergauf und erhöht, mal bergab zum Bach durch den Falltobel. Zwei bis drei steilere Wegabschnitte sind dabei zu überwinden sowie mehrere Wegstellen, die bei Nässe rutschig werden können. Kurz vor Erreichen des Niedersonthofener Wasserfalls queren wir den Schrattenbach insgesamt drei Mal auf Eisenbrücken – immer wunderschön gelegen. Am Wasserfall selbst gibt es ein kurzes Stück zum Abklettern, das dich optional noch etwas näher an den Wasserfall ranbringt. Beeindruckend rauscht hier das Wasser rund 10 Meter in die Tiefe und fliest anschließend talwärts. Das Tolle an Tobelwegen und Wasserfällen: Diese Wanderungen sind meist auch gut bei Schlechtwetter machbar.
Der Abstieg
Für den Weg zurück wählen wir den gleichen Weg.
Lohnt sich die Wanderung zum Niedersonthofener Wasserfall?
Besonders für Anfänger und Familien ist diese Wanderung interessant. Aber auch für Ruhesuchende (am Besten unter der Woche, außerhalb der Ferienzeiten kommen) ist die Wanderung ein tolles Erlebnis.
Schwarzer Grat – Wanderung: Breite Wege, tolle Aussicht
Wir starten unsere Wanderung auf den Schwarzen Grat am Wanderparkplatz in Bolsternang. Vorsicht, nicht zu verwechseln mit Bolsterlang im Oberallgäu! Vom Parkplatz geht es ein Stück durch den Ort und rechterhand Richtung Rehaklinik Überruh. Die ersten Höhenmeter sind moderat und erfolgen über die asphaltierte Straße. Stets geradeaus folgen wir dem Wegweiser Richtung Schwarzer Grat, vorbei an einer Schranke und schließlich rein in den Wald. An einer Weggabelung wählen wir den Weg, der leicht nach rechts abzweigt und von nun an als geschotterter Forstweg weiterführt, immer dem Wegweiser Richtung Schwarzer Grat (über Erlebnisweg) folgend.
So wandern wir auf breiten Wegen durch einen herrlich ruhigen Wald, teils an der Sonne, teils unter hohen Bäumen im Schatten. Auch wenn unsere Sicht heute etwas eingetrübt ist können wir durch die Bäume immer wieder die Allgäuer Alpen durchspitzen sehen. An vier Stationen lernen wir, wie Rehe die vier Jahreszeiten erleben, sowie an weiteren Stationen entlang des Wegs lernen wir etwas über das Gestein des Bergrückens, die Adelegg und vieles mehr.
Der finale Anstieg zum Aussichtsturm Schwarzer Grat
Nach mehreren Weggabelungen erreichen wir an einer Aussichtsbank das Ende des breiten Schotterwegs. Ab hier sind die letzten Meter zum Schwarzen Grat über teils dichtes Wurzelwerk zu bewältigen. Aber alles kein größeres Problem, denn schon bald schiebt sich der beliebte Aussichtsturm samt Spielplatz in unser Blickfeld und wir haben unser heutiges Ziel erreicht.
Über diesen Wurzelweg geht’s zum Schwarzen Grat
Nun warten noch exakt 28,5 Höhenmeter auf uns über die innenliegenden Treppen des 1971 errichteten Aussichtsturms in Holzbauweise. Oben angekommen erhalten wir ein beeindruckendes Panorama über die Region, sowie auf die gesamte Kette der Alpen, von der Zugspitze bis zum Säntis in der Schweiz. Toll: Das „Fernglas“ mit integrierter Anzeige der Berge ist besonders spannend.
Aussicht im Turm
Links unten die Alpe Wenger Egg, rechts davon das Raggenhorn. Im Hintergrund sind der Grünten und das Gaishorn zu sehen.
Blick durchs „Fernglas“
Der Abstieg
Um unsere Runde zu komplettieren wählen wir den Abstieg Richtung Bolsternang / Schletteralm. Über breite Wege geht es nun wieder moderat bergab, wunderschön gelegen und Großteils durch den Wald. An der ursprünglichen Stelle der Schletteralm steht nun ein Pavillon mit Bänken und Hängematten zum Entspannen. Etwas unterhalb verläuft unser Weg Richtung Bolsternang / Rehaklinik Überruh. Nach einigen weiteren Metern gelangen wir an eine Aussichtsbank mit gutem Blick auf den Säntis. Ab hier wird der Weg für ein kurzes Stück steiler und schottriger. Wir meistern diese Wegstelle zwar relativ problemlos, bei nassen Verhältnissen kann es hier aber rutschig werden (nicht ausgesetzt). Doch schon bald wird der Weg wieder breiter und wir wandern stets dem Wegweiser Richtung Bolsternang folgend hinab zur Rehaklinik und schließlich auf bekannten Wegen zurück zum Parkplatz.
Lohnt sich die Rundwanderung auf den Schwarzen Grat?
Besonders für Anfänger und Familien ist diese Wanderung interessant. Aber auch für Ruhesuchende (am Besten unter der Woche, außerhalb der Ferienzeiten kommen) ist die Wanderung ein tolles Erlebnis.
Für den Start unserer Wanderung wählen wir den kostenpflichtigen Parkplatz am nordwestlichen Ufer des Weißensees. Von dort folgen wir zuerst dem Uferweg in südlicher Richtung am wunderschön gelegenen Weißensee mit tollem Blick auf die Ostallgäuer Berge. Bereits nach einigen Metern zweigt der Uferweg auf einen asphaltierten Weg ab und wir folgen nun dem Weg entlang der Hauptstraße nach Roßmoos. Der etwas erhöhte Blick zurück über den Weißensee ist absolut lohnenswert. In Roßmoos angekommen wandern wir durchs Dorf, stets dem Wegweiser Richtung Burgruine Falkenstein folgend.
Zuerst wandern wir noch über den breiten Fahrweg durch Weideflächen bevor wir schon bald von Bäumen umgeben sind. Auf einem breiten Schotterweg geht es nun meist moderat, teils etwas steiler bergauf. Gut zu wissen: Auch hier halten wir uns in Richtung Burgruine Falkenstein. Über den sog. Beckner Berg geht es weiter bergan und schon bald erreichen wir die asphaltierte Mautstraße zur Blauen Burg. Nach ein paar weiteren Höhenmetern erreichen wir den Luimentalsattel ab dem der eigentliche Gratweg über den markanten Bergrücken im Ostallgäu startet. Optional kannst du hier zuerst noch zur Burgruine wandern, der Weiterweg startet dann ebenfalls an dieser Stelle.
Blick zu den Burgruinen Hohenfreyberg und Eisenberg
Über den Zirmgrat zur Salober Alm
Der Weg wird schnell schmaler und steiler, bietet aber zugleich einen tollen Ausblick auf den Hopfensee und den Forggensee. Wir entscheiden uns für den Einstieg dem Normalweg unterhalb des Einerkopfs zu folgen und ab dem Aussichtspunkt ins Vilstal dem Gratweg über den Zwölferkopf zu folgen. Achtung: Der direkte Gratweg über den Zwölferkopf ist teils ausgesetzt, besonders bei Nässe solltest du hier vorsichtig sein (T3+). Eine Stelle ist dabei mit Drahtseil versichert. Gut zu wissen: Der Gratweg kann auch über den Normalweg auf der Nordseite umgangen werden.
Vom Gratweg, aber auch später vom Normalweg erwartet dich ein toller Ausblick ins Vilstal, sowie die Tannheimer Berge. Schließlich erreichen wir den Gipfel des Salobers und genießen nochmal die schöne Aussicht bevor wir uns an den Abstieg Richtung Salober Alm machen.
Der Weg führt nun durch den Wald bergab, teils über Wurzeln, teils felsdurchsetzt. An einer etwas sandigen Wegstelle kanns kurz etwas rutschig werden (nicht ausgesetzt), Wurzeln bieten Halt.
Blick zurück zur Burgruine Falkenstein
Weißenseer Panoramablick und Vierseenblick
Schon bald gelangen wir an einen Wegweiser an dem du die Wahl hast. Direkt zur Salober Alm absteigen (15 Min) oder über den Weißenseer Panoramablick und den Vierseenblick zur einzigen Einkehrmöglichkeit der Tour (20 Min). Wir entscheiden uns natürlich für den aussichtsreicheren Weg, der im Gegensatz zur kürzeren Variante fast ausschließlich durch den Wald führt. Und ja, es lohnt sich, denn der Blick über den Weißensee, Hopfensee, Forggensee und Bannwaldsee ist schon besonders.
Über felsdurchsetztes und wurzeliges Gelände steigen wir anschließend hinab zur Salober Alm und haben uns eine Einkehr redlich verdient.
Weißenseer PanoramablickVierseenblickAn der deutsch-österreichischen Grenze
Die Salober Alm
Der Rückweg über den Alatsee zum Weißensee
Nach einer ausgiebigen Rast mit Bergblick folgen wir dem breiten, teils steilen Schotterweg durch den Wald hinunter zum Alatsee. Am Ufer angekommen erreichen wir nach wenigen Metern den dortigen Parkplatz. Von dort folgen wir der asphaltierten Saloberstraße in nördlicher Richtung hinunter Richtung Weißensee (Ostufer). Wir wandern auf dieser ein gutes Stück bergab, bevor der Weg dann wegweiserlos auf einen breiten Forstweg nach links abzweigt (mit Schranke), der uns direkt ans Ufer des Weißensees bringt. Hier zweigen wir nach links ab und wandern wunderschön gelegen, meist auf einem schmalen Weg (Wurzeln, Schotter, Beton) direkt am Ufer entlang zurück zum Ausgangspunkt unserer Rundwanderung. Achtung noch an einer Stelle: Bereits ein Stück vorher kündigt ein Schild Steinschlaggefahr an. In diesem Bereich solltest du nicht stehen bleiben, sondern zügig weiterwandern.
Glücklich von einer tollen Wanderung erreichen wir schließlich den Parkplatz und lassen noch einen letzten Blick über den Weißensee und die dahinterliegenden Berge schweifen.
Der Alatsee
Uferweg am WeißenseeBlick über den Weißensee
Lohnt sich die Rundwanderung über den Zirmgrat?
Die Tour über den Zirmgrat lohnt sich allemal. Ob du den direkten Weg über den Grat des Zwölferkopfs wählst oder den Normalweg nimmst solltest du persönlich von deiner Bergerfahrung, Trittsicherheit und deiner Tagesverfassung abhängig machen. Der Ausblick auf die umliegenden Berge ist super schon und auch die Blicke über die zahlreichen Ostallgäuer Seen sind landschaftlich beeindruckend. Und mit der Salober Alm lädt eine nette Einkehrmöglichkeit zum Verweilen ein.
Unsere Wanderung zum Sonthofer Hof starten wir am Parkplatz der Freizeitanlagen in Altstädten. Hier befindet sich neben dem Parkplatz auch ein Spielplatz, sowie das Freibad. Erreichbar ist der Ausgangspunkt übrigens auch mit dem Bus und dem Zug (Verbindung Sonthofen <> Oberstdorf).
Wir folgen dem breiten Schotterweg bis dieser über eine Holzbrücke über den Leybach führt. Nach dieser Brücke zweigen wir nach rechts ab und folgen stets dem Wegweiser Richtung Leybachtobel / Altstädter Hof. Der Weg führt hier schön am Bach entlang, teils daneben, teils etwas erhöht. Gerade im unteren Abschnitt der Tour ist der Weg auch öfters felsdurchsetzt, was ihn an nassen Tagen rutschig machen kann. Nach mehreren Kehren geht es über eine Stahltreppe hinauf und wir erreichen die breite Mautstraße. Bis hierhin ist der Aufstiegsweg gleich der Abstiegsweg. Nach einem kurzen Stück auf der asphaltierten Straße zweigen wir nach rechts in den Wald ab und wandern von nun an wunderschön gelegen über Wurzeln weiter.
Gut zu wissen: Die Rundwanderung ist auch mit Kindern gut machbar. Für Hunde, die die 3 Holzbrücken und die Stahltreppe gut meistern können ist die Runde ebenfalls geeignet.
Toller Spielplatz für Kinder direkt am Parkplatz
Insgesamt queren wir zwei weitere Male den Leybach, ein Mal davon direkt durchs Bachbett. Nach etwa 3,8 km erreichen wir die Fahrstraße und wandern von hier aus weiter bergauf Richtung Altstädter Hof, welchen wir schon bald vor und noch ein gutes Stück über uns erkennen können. Schön gelegen wandern wir die Straße hinauf und genießen die ersten freien Blicke auf die uns umgebenden Allgäuer Berge.
Blick Richtung Sonnenköpfe
Qual der Wahl oder doch beides: Altstädter Hof und/oder Sonthofer Hof
An der Weggabelung angekommen hast du die Wahl: Nach rechts zum Altstädter Hof oder nach links zum Sonthofer Hof? Wir können beide (bewirtschafteten) Alpen empfehlen, entscheiden uns aber an diesem Frühlingstag für die linke Variante Richtung Sonthofer Hof. Der Grund ist schlicht der, dass beide Alpen noch nicht geöffnet haben und wir die Aussicht bei einer Brotzeit auf einem Bänkle an der unbewirtschafteten Alpe Beilenberg genießen. Von dort führt der Weg anschließend über Weideflächen hinab zum Sonthofer Hof.
Für den Abstieg nach Altstädten folgen wir der asphaltierten Mautstraße bergab, bis wir wieder auf die Stelle im Wald treffen, an der es entlang des Leybachs zurück zum Parkplatz an den Freizeitanlagen geht.
Blick zum Altstädter Hof
Der Sonthofer Hof mit dem Grünten im Hintergrund
Lohnt sich die Rundwanderung zum Sonthofer Hof?
Auf jeden Fall. Die Rundtour ist abwechslungsreich und relativ gut zu meistern. Auch Familien und Hundebesitzer sind mit der Wanderung gut beraten. Übrigens: Durch ihre Lage ist die Wanderung oft schon gut ab März machbar. Zu beachten ist jedoch, dass die beiden Einkehrmöglichkeiten dann noch nicht geöffnet haben und Altschneefelder vorhanden sind. Vorsicht wenn diese noch vereist sind!
Für den Start unserer Wanderung wählen wir den Parkplatz vom Haldensee kommend kurz vor Nesselwängle, der im Sommer auch oft genutzt wird, um die Rote Flüh zu besteigen. Von dort wandern wir ein ganzes Stück westwärts entlang der Straße auf einem gewalzten Fußweg. Kurz vorm Haldensee queren wir die Hauptstraße und wandern dem Haldensee entgegen. In der Ortschaft Haller wagen wir uns zum ersten Mal aufs Eis. Und das ist schon ein tolles Schauspiel. Im Winter, wenn der See zugefroren ist läuft hier nicht nur der Fußweg entlang, sondern auch gleich die ganze Loipe, die sich einmal durchs ganze Tannheimer Tal zieht.
Über den zugefrorenen Haldensee
Und so wandern wir über den zugefrorenen See von Ost nach West und erreichen das Westufer ziemlich genau auf Höhe des dortigen Parkplatzes. Hier queren wir erneut die Hauptstraße und wandern gegenüber auf einem schmaleren Weg in den Wald hinein. An der nächsten Weggabelung zweigen wir nach links ab und folgen dem Wegweiser Richtung Grän. Nach der Querung eines Bachlaufs eröffnet sich rechts ein freier Hang. Hier zweigen wir nach rechts ab und wandern gemütlich den Hang hinauf und oben angekommen in den Wald hinein.
Der Weg wird für ein kurzes Stück schmaler, aber nicht ausgesetzt und schon bald erreichen wir erneut eine Weggabelung. Hier wandern wir rechterhand weiter auf teils wieder schmaleren Pfaden und erreichen schon bald zwei Aussichtspunkte, die uns einen tollen Ausblick ins Tannheimer Tal bieten, wow! Gut zu wissen: Jedes Jahr im Januar findet im Tannheimer Tal ein Ballonfestival statt. Es ist schon beeindruckend, wenn plötzlich zahlreiche Ballons abheben und dem Tal farbige Punkte verpassen. Nähere Infos dazu gibt’s hier.
Weiter geht’s ab hier wieder auf einem breiteren Weg und dieser bietet uns schon bald einen wunderschönen Blick ins untere Tannheimer Tal, sowie auf Köllenspitze & Co. Angekommen an der Berghütte Adlerhorst legen wir eine gemütliche Rast ein und lassen’s uns so richtig gut gehen.
Der Abstieg
Für den Abstieg zurück zum Parkplatz folgen wir dem breiten Fahrweg. Vorsicht! Dieser kann bei eisigen Verhältnissen spiegelglatt und richtig ungemütlich werden. Oft hilft es seitlich im Schnee zu gehen oder direkt Grödel oder Spikes anzuziehen. An einer Weggabelung müssen wir uns entscheiden und wählen hier den Weg Richtung Dreikreuzkapelle / Nesselwängle.
Schon bald ist auch unser Parkplatz wieder zu sehen und wir nehmen nochmal ein paar tiefe Atemzüge der kalten und klaren Tannheimer Bergluft bevor es schließlich wieder zurück nach Hause geht; mit wunderbaren Eindrücken des Tannheimer Winters.
Lohnt sich die Rundwanderung zur Berghütte Adlerhorst?
Winter im Tannheimer Tal hat schon immer etwas ganz Besonderes. Da bietet sich diese Rundtour optimal an. Fazit: Es lohnt sich allemal.
Diese mittelschwere Schneeschuhwanderung bringt dich auf den Großen Ochsenkopf (1.662 m) in den Allgäuer Alpen.
Los geht’s am Parkplatz Ostertal nahe Gunzesried. Nachdem wir die Parkgebühr per Parkster App (Stand 2026) bezahlt haben starten wir unsere Schneeschuhtour. Dafür folgen wir zuerst der Zufahrtsstraße wieder ein Stück zurück bergauf, bis wir an einem Wegweiser vorbeikommen, der nach rechts Richtung Rangiswanger Horn zeigt. Hier schnallen wir unsere Schneeschuhe an und kurz drauf geht’s auch schon fröhlich munter durch die Oberallgäuer Winterlandschaft.
Rechts im Bild ist bereits der Große Ochsenkopf zu sehen
Der breite Weg ist meist gut erkennbar und führt uns oberhalb des Gunzesrieder Tals zuerst zur unbewirtschafteten Holzschlagalpe und anschließend weiter über freies Gelände, zum Schluss auch kurz durch den Wald zur Oberalpe. Hier zweigt der beschilderte Weg nach links Richtung Rangiswanger Horn ab, nach rechts würde es zurück ins Ostertal gehen – der Weg ist jedoch im Winter eine Wildruhezone und somit über die Wintermonate gesperrt!
Hier wird’s gleich steiler – wir folgen den Tourengehern (linker Bildbereich) und nehmen die Schneise hinter den ersten Bäumen nach rechts
Aufstieg zum Großen Ochsenkopf
Für den Aufstieg zum Gipfel gehen wir ab der Oberalpe ins freie Gelände über. Geradeaus, leicht nach rechts oben führend ist eine breite Schneise erkennbar und genau diese wählen wir für den weiteren Anstieg. Die ideale Linie erkennst du entweder an bereits vorhanden Spuren oder ganz einfach auch am Gelände. Bitte beachte hier die Lawinensituation vor Ort! Zwar ist der direkte Aufstiegsweg nicht unbedingt lawinengefährdet (je nach Lawinenlage!), jedoch können sich aus dem wesentlich steileren Bereich oberhalb durchaus Lawinen lösen. Ein LVS-Gerät, sowie Schaufel und Sonde würde ich dir auf jeden Fall empfehlen.
Blick zurück zum bereits sonnenbeschienenen Rangiswanger HornRechts im Bild der Große Ochsenkopf
Weiter geht’s nun am besten in Kehren bergauf. Dabei taucht auch immer wieder mal das Gipfelkreuz vor unseren Augen auf und Meter für Meter nähern wir uns diesem. Im oberen Teil führt uns der Weg schließlich auf dem Sommerweg weiter empor, bis wir schließlich am Gipfel des Großen Ochsenkopfs stehen und ein tolles 360° Bergpanorama erhalten.
Der Abstieg
Nach einer ausgiebigen Gipfelbrotzeit und Wintergenuss pur entscheiden wir uns schließlich für den Abstieg. In diesem Fall Richtung Südwest, da sich die Tour super als Rundtour machen lässt. Und so folgen wir dem Sommerweg bergab, durchs Hochmoor Richtung Riedberger Horn. Etwa nach 6 Kilometern Gesamtstrecke erreichen wir einen Wegweiser, der nach rechts Richtung Parkplatz Ostertal / Printschen-Alpe weist. Hier zweigen wir rechts ab und wandern erst unter Bäumen, anschließend komplett im freien Gelände auf dem Sommerweg bergab.
An der Printschen-Alpe angekommen geht’s noch ein kleines Stück auf der gleichen Höhe entlang, bevor wir am nächsten Wegweiser rechts abzweigen und final ins Ostertal absteigen. Der Weg ist meist zwischen Holzpfosten gut erkennbar und führt hinab zur Grafenälpehütte. Dort angekommen folgen wir noch etwa 3 Kilometern dem breiten Fahrweg talsauswärts, bis wir schließlich wieder unseren Ausgangspunkt erreichen.
Der Viehscheid, auch bekannt als Almabtrieb, ist ein traditionsreiches Ereignis im Allgäu, das jedes Jahr tausende Besucher anzieht. Dabei kehren die Rinder von den Sommerweiden in den Bergen zurück ins Tal. Dieser Brauch markiert das Ende des Sommers und wird mit festlichen Umzügen, Märkten und Musik gefeiert. Hier findest du alle wichtigen Termine für den Viehscheid im Allgäu auf einen Blick.
Die Bedeutung des Viehscheids
Der Viehscheid ist nicht nur ein traditioneller Almabtrieb, sondern auch ein großes Volksfest. Die prächtig geschmückten Kühe und Rinder sind das Highlight der Veranstaltung. Sie tragen kunstvolle Blumenkränze und prächtige Glocken, die ihre erfolgreiche Rückkehr ins Tal symbolisieren. Der Viehscheid ist ein Ausdruck der tief verwurzelten bäuerlichen Kultur und Lebensweise im Allgäu.
Termine für den Viehscheid im Allgäu 2026
Um keinen Viehscheid im Allgäu zu verpassen, habe ich für dich alle Termine des Jahres 2026 zusammengestellt: (Alle Termine unter Vorbehalt)
Alle Viehscheid-Termine im Oberallgäu:
Bad Hindelang: Fr, 11.09.2026 Balderschwang: Fr, 11.09.2026 Bolsterlang: Mi, 23.09.2026 Immenstadt: Sa, 19.09.2026 Gunzesried: Do, 17.09.2026 Missen: Sa, 19.09.2026 Obermaiselstein: Sa, 19.09.2026 Oberstdorf: Sa, 12.09.2026 Oberstaufen: Fr, 11.09.2026 Schöllang: Fr, 11.09.2026 Thalkirchdorf: Fr, 18.09.2026 Wertach: Fr, 18.09.2026
Alle Viehscheid-Termine im Ostallgäu:
Nesselwang: Mi, 16.09.2026 Pfronten: Sa, 12.09.2026 Pfronten-Röfleuten: vrs. Sa, 19.09.2026
Weitere Termine folgen, sobald uns diese vorliegen (auch fürs Tannheimer Tal und Kleinwalsertal)
Was erwartet dich beim Viehscheid im Allgäu?
Der Viehscheid bietet eine einmalige Gelegenheit, die Allgäuer Kultur hautnah zu erleben. Neben den geschmückten Tieren gibt es eine Vielzahl von Ständen, an denen regionale Spezialitäten wie Käse, Wurst und Brot verkauft werden. Handwerkskunst, traditionelle Trachten und Live-Musik runden das Fest ab. Die gesamte Dorfbevölkerung und zahlreiche Besucher feiern gemeinsam den Abschluss der Almsaison.
Tipps für Besucher
Frühzeitig anreisen: Um einen guten Platz für den Umzug zu ergattern, empfiehlt es sich, frühzeitig vor Ort zu sein.
Festes Schuhwerk: Da viele Veranstaltungen im Freien stattfinden, ist festes Schuhwerk ratsam.
Wetter beachten: Das Wetter im September & Oktober kann unberechenbar sein. Kleide dich daher in Schichten und denke an Regenkleidung.
Regionale Köstlichkeiten: Nutze die Gelegenheit, regionale Produkte zu probieren. Die lokalen Käsereien und Metzgereien bieten eine Vielfalt an Delikatessen.
Der Viehscheid im Allgäu ist ein unvergleichliches Erlebnis, das Tradition, Kultur und Gemeinschaft vereint. Mit dieser Übersicht der Termine für 2024 kannst du deine Reise planen und sicherstellen, dass du kein Highlight verpasst. Tauche ein in die festliche Atmosphäre und erlebe den Almabtrieb hautnah!