Autor: Andreas

  • Rotspitze, Heubatspitze, Breitenberg – Rundtour im Allgäu

    Rotspitze, Heubatspitze, Breitenberg – Rundtour im Allgäu

    Schöne Bergtour im Oberallgäu mit Überschreitung der Rotspitze und des Klettersteigs Hohe Gänge.

    Und schon wieder ist es ziemlich zapfig, als wir an diesem Morgen am Parkplatz Säge in Bruck bei Hinterstein starten. Zuerst queren wir die Straße und die Ostrach, bevor es rechts im Wald auf einem zunächst noch breiten Forstweg bergauf geht, welcher aber bald schon in einen Wanderweg übergeht. Durch den herbstlichen Wald schrauben wir uns Meter für Meter empor. Nach einiger Zeit geht es dann serpentinenartig weiter, bevor wir schließlich das Häbelesgund erreichen. Hier teilt sich der Weg. Wer sich die Rotspitze nicht zutraut, kann auch direkt zum Breitenberg aufsteigen und von dort den Abstieg nach Hinterstein fortsetzen.

    Rotspitze beim Aufstieg

    Auf die Rotspitze

    Wir entscheiden uns für den Aufstieg zur Rotspitze. Zuerst geht es noch durch Latschen, bevor der Weg an Steilheit gewinnt und auch ausgesetzter wird. Am Grat angekommen, sollte man sich auf jeden Fall trittsicher und schwindelfrei im alpinen Gelände bewegen können. Bis zum Gipfel geht es jetzt über felsiges Gelände weiter, auch etwas Kraxelei ist mit dabei (UIAA I). Oben angekommen erwartet uns ein herrlicher Rundumblick ins Allgäu :-))

    Aussicht von der Rotspitze in Hinterstein

    Weiter geht’s zur Heubatspitze und dem Breitenberg

    Der weitere Weg führt am Grat entlang zur Heubatspitze. Hier ist zwar weiterhin Vorsicht geboten, der Weg ist aber nicht ausgesetzt. Kurz nach der Heubatspitze beginnt auch bald der Klettersteig „Hohe Gänge“, welcher uns zum Gipfel des Breitenberg führt. Die schwierigsten und ausgesetztesten Stellen sind durch Drahtseil, bzw. eine Leiter gesichert, man sollte dies allerdings nicht unterschätzen (Schwierigkeit A-B). Nach einer weiteren kurzen Latschendurchquerung erreichen wir den Breitenberg. Auch von hier aus hat man ein tolles Panorama.

    Hohe Gänge Leiteraufstieg

    Klettersteig Hohe Gänge Breitenberg Heubatspitze

    Der Abstieg

    Den Abstieg beschreiten wir Richtung Hinterstein über die Älpler Alpe und vorbei am Kutschenmuseum Bad Hindelang zurück zum Ausgangspunkt.

    Wolkenstimmung in den Allgäuer Alpen

    Fazit

    Eine tolle Bergtour, die mit der nötigen Kondition und einer satten Portion Trittsicherheit und Schwindelfreiheit zu einem schönen Erlebnis wird.

     

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  • Hopfensee – Winter-Spaziergang im Ostallgäu

    Hopfensee – Winter-Spaziergang im Ostallgäu

    Der Hopfensee ist sowohl im Sommer, als auch im Winter ein absoluter Traum. Der Bergblick mit dem See im Vordergrund ist einfach toll.

    Nachdem ich derzeit gesundheitlich leicht angeschlagen bin und somit größere Wanderungen oder Schneeschuhtouren leider nicht infrage kommen, entscheide ich mich an diesem Morgen relativ spontan ins Ostallgäu an den Hopfensee zu fahren. Kurz vor Sonnenaufgang treffe ich schließlich dort ein und kann einen herrlichen Sonnenaufgang bestaunen. I liabs ja, wenn sich die Wolken so schön orange und rot verfärben. A Traum!

    Interessantes Phänomen am Hopfensee

    Während ich direkt an der gefrorenen Wasseroberfläche ein Foto nach dem anderen mache, kann ich ein interessantes Phänomen hören. Zuerst denke ich noch, dass das Geräusch von den Wasservögeln, weit draußen am See kommt, doch nach genauerem Hinhören stelle ich fest, dass das Eis „singt“. So setze ich mich erstmal auf eine Bank und genieße die absolute Stille – nur das singende Eis und ich.

    Rundweg um den Hopfensee im Ostallgäu

    Für Interessierte führt auch ein Rundweg um den Hopfensee. Dieser lädt auf jeden Fall zu einem ausgedehnten Spaziergang ein. Entlang der Uferpromenade, vorbei am raschelnden Schilf und durch die grüne oder weiße Landschaft. Fast immer im Blick: Die Ostallgäuer Bergwelt mit Breitenberg, Aggenstein, Säuling & Co.

    Tipp: Frühmorgens zum Sonnenaufgang ist es dort richtig schön und man ist nahezu alleine unterwegs :-))

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    Mehr dazu über allgaeu.de

  • Spätengundkopf & Wildengundkopf – Mittelschwere Wanderung

    Spätengundkopf & Wildengundkopf – Mittelschwere Wanderung

    Abschlusstour 2020 auf den Bergrücken vorderhalb der Trettach. Begleite mich virtuell und hole dir Inspiration bei einer Wanderung auf den Spätengundkopf, Wildengundkopf und das Schmalhorn.

    Ziemlich zapfig ist es an diesem Morgen. Schon beim Einladen meines Radls ins Auto frieren mir die Finger halb ab, des geht ja scho gut los.. 😀 Und so heißt es unbedingt die Finger bis nach Oberstdorf wieder warmzubekommen. Am Parkplatz der Fellhornbahn angekommen, ist mir dies dann auch halbwegs geglückt, aber schon geht’s wieder raus in die Kälte. -5°C zeigt das Thermometer. Aber es sind ja nur 4km mit dem Radl, danach wird mir schon warm werden. Und so stelle ich eine Viertelstunde später dann mein Fahrrad an der Gabelung Stillachtal / Rappenalptal ab und starte meine heutige Wanderung.

    Rauf auf den Wildengundkopf

    Die ersten Höhenmeter führen über einen Fahrweg durch den Wald, bevor dieser bald nach links in einen Forstweg übergeht und rasch an Steilheit gewinnt. Huiuiui Andy, mach a bissl langsamer, sonst wird des hinten raus a ziemliche zähe Gschicht. Also guad, so schalte ich einen Gang runter und mache mich in etwas gemütlicherem Tempo auf den Weg Richtung Einödsberg. Bei der dortigen Sennalpe angekommen geht der Weg links abzweigend in den Wald. Ein schmaler Wanderweg führt hier zuerst durch den Wald und anschließend über freies Gelände hinauf, bevor der Weg dann oben am Grat nach rechts Richtung Spätengundkopf und Wildengundkopf abzweigt. Kurze Zeit später erreichen wir dann auch schon den Gipfelkreuzlosen Gipfel des Spätengundkopfs und ca. 150hm später auch den Gipfel des Wildengundkopf von welchem aus wir ein herrliches Panorama mit dem Allgäuer Hauptkamm direkt vor der Nase bestaunen können.

    Einer ausgiebigen Brotzeit mit astreinen Genussmomenten steht nichts mehr im Weg, zumal wir bisher nicht einem anderen Wanderer begegnet sind.

    Panorama Trettach

    Der weitere Weg führt uns anschließend immer am Grat entlang zum Schmalhorn. Wenn wir scho mal da sind, dann nehmen wir doch den Gipfel a glei no mit ;-)) Der Weg führt über einen schmalen Wanderpfad unbeschildert Richtung Einödsbergegg und anschließend weiter auf den weglosen, aber (wenn schneefrei) leicht machbaren und zu erkennenden Gipfel.

    Nach einer kurzen Trinkpause steigen wir wieder zur Sennalpe ab und entscheiden uns noch für einen Abstecher ins südlichste Dorf Deutschlands, Einödsbach. Der Weg nach Einödsbach zweigt beim Abstieg an der Sennalpe nach links ab und schlängelt sich anschließend auf mittelschwerem Terrain nach unten. Von Einödsbach sind es dann noch gut 45 Minuten zurück zum Ausgangspunkt.

    Fazit

    Ein schöner spätherbstlicher Abstecher mit einem tollen Rundumblick. Echt zu empfehlen!

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  • Höfats Südostgipfel – Bergtour im Dietersbachtal via Älpelesattel

    Höfats Südostgipfel – Bergtour im Dietersbachtal via Älpelesattel

    Schon lange träume ich von der Besteigung der Höfats. Ein Mal auf DEM Allgäuer Gipfel zu stehen. Doch die Ausgesetztheit macht mir schon bei der Planung ein mulmiges Bauchgefühl. Und trotzdem stehe ich an diesem Samstag zusammen mit Freunden auf der Allgäuer Majestät.

    Achtung! Die Tour auf den Höfats Südostgipfel erfordert absolute Trittsicherheit und Schwindelfreiheit! Das Gelände ist äußerst ausgesetzt und sollte nur bei trockenen Verhältnissen begangen werden. Einschätzungsvermögen im unübersichtlichen und nicht markierten Gelände ist unbedingt erforderlich! Die Schlüsselstelle befindet sich im letzten Drittel kurz vorm Gipfelaufschwung.

    Nachdem ich schon die halbe Nacht vor lauter Vorfreude und Aufregung wachgelegen bin, geht es an diesem Samstag im Herbst 2020 Richtung Oberstdorf. Noch kurz eine Freundin aufgesammelt und kurze Zeit später satteln wir unsere Rucksäcke und Fahrräder und machen uns auf in Richtung Dietersbachalpe. Der Anstieg nach Gerstruben jagt den Puls an diesem zapfigen Morgen in die Höhe und so strampeln wir sehr gemütlich Meter für Meter bergauf. Nach einer guten halben Stunde erreichen wir schließlich unser Ziel. Noch kurz die Fahrräder abgesperrt und schon beginnt unser Marsch auf den Höfats Südostgipfel.

    Aufstieg auf den Höfats Südostgipfel

    Unser Weg führt von der Dietersbachalpe zuerst in Serpentinen bergan hinauf zum Älpelesattel. Bereits hier kommen wir ordentlich ins Schwitzen, denn die gemachten Höhenmeter rauschen grad so in die Höhe. Oben angekommen genießen wir die ersten Sonnenstrahlen des Tages und wagen einen ersten Blick in Richtung unseres heutigen Ziels. Ein Weg ist zwar anfangs noch zu erkennen, doch oben raus schaut’s dann doch relativ mau aus, was die Wegfindung betrifft.

    Blick vom Älpelesattel auf den Höfats Südostgipfel

    Es wird also spannend. Nachdem der Weg anfangs noch durch die steilen Grashänge führt, wird er schon bald felsiger und wir kraxeln auf allen Vieren weiter bergauf. Es wird immer luftiger und ausgesetzter und ein Blick nach unten macht dir eines sicher: Ein Absturz hätte hier fatale Folgen. Nicht umsonst sagte mal ein Einheimischer zu mir: „Auf der Höfats gibt’s keine Verletzten“… Irgendwann schleicht sich dann tatsächlich das Gipfelkreuz ins Bild und wir stehen auch schon an der Schlüsselstelle: Eine ausgesetzte Stelle mit einer ziemlich steilen Felsplatte und kaum einer Trittmöglichkeit erfordert vollste Konzentration. Mit gegenseitiger Hilfe schaffen wir es schließlich hinauf und stehen glücklich zu viert auf einem der schönsten Allgäuer Gipfel.

    Panorama von der Höfats

    Nach einer ausgiebigen Brotzeit wagen wir uns an den Abstieg, denn die Schlüsselstelle muss ja schließlich auch irgendwie wieder abgeklettert werden. Der weitere Weg führt uns auf dem Aufstiegsweg zurück zum Älpelesattel und zurück zur Dietersbachalpe. Nach unserer Besteigung des Höfats Südostgipel haben wir uns eine nachträgliche Gipfelhalbe an diesem sonnigen Tag mehr als verdient.

    Fazit

    Ein unglaubliches Gefühl dort oben zu stehen, mittendrin, umgeben von der kompletten Allgäuer Bergwelt! Die Gefahren habe ich bereits beschrieben. Wer sich sicher im ausgesetzten Gelände bewegen kann, wird hier voll auf seine Kosten kommen. Ungeübte oder Gelegenheitswanderer sollten den Gipfel samt Anstieg lieber meiden. Ich werde auf jeden Fall wiederkommen.

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  • Sonnenuntergangswanderungen im Allgäu – Die schönsten Orte

    Sonnenuntergangswanderungen im Allgäu – Die schönsten Orte

    Wandern, wenn das Licht am schönsten ist. Genieße tolle Momente bei Sonnenuntergangswanderungen im Allgäu. Hier erfährst du tolle Orte dafür »

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  • Nebelhorn – Wanderung von Hinterstein via Giebelhaus

    Nebelhorn – Wanderung von Hinterstein via Giebelhaus

    Bei guter Sicht erhascht man vom Nebelhorn einen wunderbaren Ausblick auf über 400 andere Gipfel. Eine mittelschwere Wanderung führt uns an diesem Freitag hinauf >>

    Los geht’s ziemlich frisch an diesem Morgen vom Parkplatz „Auf der Höh“ in Hinterstein. Wir entscheiden uns aufgrund der Weglänge zuerst mit dem Fahrrad zum Giebelhaus im Hintersteiner Tal zu radeln und anschließend weiter zu Fuß aufzusteigen. Damit spart man sich einfach ca. 7,5 km Fußmarsch. Alternativ wäre auch eine Fahrt mit dem Bus bis zum Giebelhaus möglich. Also rauf auf’s Radl und losstrampeln bei frischen 9 Grad. Durch die Vorbereitung konnte ich im Bergsportbericht Oberstdorf lesen, dass der Direktanstieg über die Seealpe derzeit gesperrt ist, weshalb wir uns u.a. für den Aufstieg vom Giebelhaus entschieden. Noch kurz die Räder eingeschlossen und dann beginnt der lange Fußmarsch. 20 km und etwa 1350 Höhenmeter liegen vor uns.

    Die ersten Höhenmeter legen wir auf einer breiten Fahrstraße zurück, vorbei an Engeratsgundalpe und Laufbichlalpe bis wir schließlich die Untere Wengenalpe erreichen, ab welcher die Fahrstraße in einen Forstweg übergeht. Bis hierhin ist alles gut zu begehen und auch mit dem Fahrrad zu befahren. Ein Blick zurück ins Tal zeigt uns eine tolle Morgenstimmung mit der einfallenden Sonne.

    Aufstieg zum Nebelhorn mit Blick ins Hintersteiner Tal

    Der weitere Weg mündet schnell in einen Wanderpfad über Wiesen, auf denen bis vor Kurzem noch heimische Kühe gegrast haben. Durch dichtes Gestrüpp voran erreichen wir bald eine Art Plateau bei der Oberen Wengenalpe. Eine kurze Brotzeit stärkt uns für die restlichen 400 Höhenmeter auf das Nebelhorn.

    Aufstieg zum Nebelhorn - noch 400 Höhenmeter

    Anstieg zum Nebelhorn

    Schon bald können wir das Nebelhorn vor uns erkennen. Nun heißt es nochmal kurz über Gestein kraxeln bevor es über einen breiten Fahrweg hinauf zum Nebelhorn geht. Ganz alleine genießen wir aufgrund der Baumaßnahmen an der Nebelhornbahn den wunderschönen Ausblick auf über 400 Gipfel, mit Hochvogel, Höfats, Hoher Ifen und viele viele mehr. Wow!

    Der Abstieg

    Für den Absteig entscheiden wir uns über das Hochplateau Koblat abzusteigen. Der Weg führt unterhalb der Nebelhornbahn gut ausgeschildert unterhalb des Hindelanger Klettersteigs Richtung Giebelhaus zurück. Vorbei an Koblatsee, Laufbichlsee und Engeratsgundsee können wir herrliche Ausblicke in die Allgäuer Hochalpen genießen und begegnen nur wenigen Mitstreitern an diesem Tag. Hier unbedingt die Aussicht genießen und genügend Brotzeit und Trinken mitnehmen. Der Weg ist relativ lang und es kommt keine Einkehrmöglichkeit.

    Schließlich erreichen wir den Engeratsgundsee und genießen auch hier nochmal für ein paar Augenblicke die wunderbare Landschaft, bevor es zurück ins Tal zum Giebelhaus geht.

    Fazit

    Eine tolle Runde auf einen sonst gut besuchten Allgäuer Aussichtsberg. Das Fahrrad oder der Bus zum Giebelhaus verkürzen die Gehzeit erheblich.

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  • Wanderung auf den Siplinger Kopf im Gunzesrieder Tal

    Wanderung auf den Siplinger Kopf im Gunzesrieder Tal

    Auf einer Wanderung im Allgäu entdeckt man immer wieder tolle Flecken – so wie bei der mittelschweren Tour auf den Siplinger Kopf vom Parkplatz Hinter Au im Gunzesrieder Tal. Jetzt lesen >>

    Los geht es an diesem Samstag mit Ziel Gunzesried im Allgäu. Gut vorab zu wissen: Auf dem Weg zum Parkplatz „Hintere Au“ fährt man auf einer Mautstraße. Die Maut beläuft sich aktuell für einen Tag auf 8€ (Stand: 11.07.2020).

    Kurz noch die Schuhbändel geschnürt und schon starten wir unsere Tour auf den Siplinger Kopf. Das beeindruckende Massiv, auf welchem sich das Gipfelkreuz befindet ist bereits am Anfang zu sehen und lässt uns staunen. Hinauf geht es erst auf einem etwas breiteren Weg durch den Wald, bevor dieser dann an der Hirschgundalpe in einen Wanderweg übergeht. Etwas Trittsicherheit ist hier und im späteren Verlauf zum Gipfelanstieg dann schon gefragt, also vorsichtig sein!

    Den Siplinger Kopf lassen wir rechts liegen

    … als wir sehen, dass der nächste Gipfel zum Bleicherhorn und Höllritzereck gar nicht mal so weit entfernt liegt. Also integrieren wir die beiden noch gschwind mit in unsere Runde. Zuerst geht es auf das Bleicherhorn und anschließend auf das Höllritzereck. Dabei werden wir ständig begleitet von herrlichen Bergwiesen, echt wunderschee.

    An der Höllritzeralpe ist dann der Wendepunkt unserer Tour und wir machen uns weiter auf den Weg zum eigentlichen Ziel, dem Siplinger Kopf. Bis zur Oberen Wilhelminealpe folgen wir dem Fahrweg, bevor es wieder rechts bergauf geht. Über eingebaute Treppenstufen erreichen wir schließlich den Gipfel des Siplinger Kopfes erreichen. Eine gscheide Brotzeit mit Gipfelhalbe und der Ausblick belohnen die ca. 1.000 Höhenmeter im Aufstieg.

    Den Abstieg

    … wählen wir über die Siplinger Nadel. Hier geht es zuerst wieder über Treppenstufen und anschließend über einen Wanderweg zurück zum Ausgangspunkt.

    Ausblick-auf-den Siplinger Kopf vom-Bleicherhorn-auf-einer-Wanderung-durchs-Allgäu

    Fazit

    Eine interessante Runde im Gebiet des Naturparks Nagelfluhkette. Auf jeden Fall empfehlenswert – für Kinder etwas anspruchsvoller, aber durchaus auch als Familienausflug machbar.

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  • Überschreitung der Nagelfluhkette – Wunderschöne Gratwanderung

    Überschreitung der Nagelfluhkette – Wunderschöne Gratwanderung

    Hach ja, es hätte so gemütlich werden können – die Überschreitung der Nagelfluhkette zählt mit Sicherheit zu einer der schönsten Gratwanderungen im Allgäu – wenn ich mir da nicht, mal wieder, was in den Kopf gesetzt hätte..

    Seit gut zwei Jahren schwirrt mir jetzt schon die Überschreitung der Nagelfluhkette im Kopf rum. Seit diesem Tag hab ich mich immer wieder gefragt, ob es auch möglich wäre, die Tour als Rundweg zu beschreiten. Klar, die Planung ist hier nicht die Schwierigkeit, sondern eher das Ausführen. Als dann für diesen Freitagmorgen Temperaturen um die 10 Grad mit Sonne, Wolken und Nord-Ost Wind vorhergesagt waren, war für mich klar, des muss i einfach versuchen.

    Die Überschreitung der Nagelfluhkette

    Ja Freunde, es ist zapfig an diesem Morgen. Aber da wir ja aufn Berg gehen, hab ich die leise Hoffnung, dass mir dann doch relativ schnell, relativ warm wird. Und so starte ich um 4.30 Uhr an diesem Morgen am noch menschenleeren Parkplatz der Mittagbahn in Immenstadt. Der Weg führt mich die ersten Höhenmeter durch den Wald bergauf, vorbei an der Sennalpe Hochried, bevor es schließlich weiter auf asphaltiertem Weg Richtung Mittagbahn Mittelstation geht. Weiter geht der Weg vorbei an saftigen Blumenwiesen hinauf zur neu erbauten Alpe Schwanden, wo mich auch schon die ersten Kühe im Morgenrot begrüßen.

    Nagelfluhkette im Allgäu - Gratwanderung und Überschreitung

    Zum Bärenköpfle und Steineberg

    Der Mittagberg ist dann relativ bald erreicht und der nächste Gipfel, das Bärenköpfle rückt ebenfalls schon in greifbare Nähe. Hier entscheide ich mich für eine erste kleine Trink- und Frühstückspause, denn auch wenn ich sonst alleine oft sprunghaft und ohne wenig Pausen am Berg unterwegs bin, wird das heute auf so einer Tour nicht funktionieren können. Die ersten Sonnenstrahlen spitzen kurze Zeit später auch schon durch die Baumkronen und tauchen die Nordwand vom Steineberg in ein morgendliches Gelb-Orange. Die Besteigung des Steinebergs erfolgt entweder über die ca. 17m hohe Gipfelleiter oder alternativ über den Normalweg, der sich rechts an der Felswand vorbeischlängelt.

    Steineberg im Allgäu im Sonnenaufgang - dritter Gipfel der Überschreitung der Nagelfluhkette

    Oben angekommen erwartet mich ein wunderbares Rundum-Panorama, auf meinen weiteren Weg der Überschreitung der Nagelfluhkette, die Allgäuer Hochalpen und viele viele weitere Berge und Täler.

    Nächster Halt: Stuiben

    Weiter gehts auf der Nagelfluhkette Richtung Westen. Direkt vor mir erstreckt sich der gut 60km Luftlinie entfernte Säntis in der Schweiz – wow! Es ist immer wieder schön auf einem Berg zu stehen und zu sehen, wie klein die Menschheit eigentlich der Natur gegenüber ist. Und des is auch gut so ;-))

    Nagelfluhkette im Allgäu - Gratwanderung und Überschreitung

    Der nächste Gipfel ist bereits in Sicht, allerdings warten noch diverse Kraxel-Stellen auf mich. Zwischen Steineberg und Stuiben gibt es einige Stellen, an welchen man bei der Gratwanderung besonders aufpassen sollte. Altschneereste sind zwar an diesem Morgen Ende Mai keine mehr vorhanden, es ist trotzdem nicht ungefährlich. Die meisten Wegstellen mit Absturzgefahr sind aber durch ein Drahtseil versichert.

    Auf zu weiteren Gipfeln

    Nach dem Gipfel des Stuiben warten viele weitere tolle Gipfel wie Sederer Stuiben, Buralpkopf, Gündleskopf und Rindalphorn, bevor ich schließlich den letzten Gipfel, den Hochgrat erreiche. Auch wenn ich bisher etwa eine Handvoll Gleichgesinnte getroffen habe, hatte ich trotzdem jeden Gipfel ganz für mich alleine. Nur das Gezwitscher der Vögel und das Bimmeln der Kuhglocken – so schee scho :-))

    Nagelfluhkette im Allgäu - Gratwanderung und Überschreitung

    Der Abstieg

    Der finale Abstieg mit Ankunft am Parkplatz der Hochgratbahn beendet dann die normale Überschreitung der Nagelfluhkette. Zurück nach Immenstadt gelangt man von hier aus mit dem Bus zum Bahnhof Oberstaufen und weiter mit dem Zug. Wer möchte kann den Aufstieg auch via Fahrt mit der Mittagbahn und den Abstieg via Fahrt mit der Hochgratbahn abkürzen (Ein Kombiticket findet ihr auf der Seite der Mittagbahn).

    Am Besten nehmt ihr für die Tour ausreichend Wasser und Verpflegung mit. Ohne groß vom eigentlichen Weg abzuweichen befindet sich zwischen Mittag und Hochgrat keine direkte Einkehrmöglichkeit! Wer jedoch gemütlich zwischendurch einkehren möchte für den bieten sich z.B. die Alpe Gund und die vordere Krumbachalpe an.

    Wanderlust geweckt?

    Hier gibts weitere spannende Bergwanderungen und Bergtouren zu entdecken.

  • Imberger Horn – Wanderung mit Einkehr auf der Straußberg Alpe

    Imberger Horn – Wanderung mit Einkehr auf der Straußberg Alpe

    Griaß di zur Wanderung auf’s Imberger Horn bei Bad Hindelang. Eine einfache Wanderung in den Allgäuer Alpen mit einem schönen Ausblick in die Allgäuer Alpen.

    Start deiner Wanderung ist der Parkplatz Gruebplätzle in Bad Oberdorf

    Los geht’s am Parkplatz in Bad Oberdorf, zwischen Bad Hindelang und Hinterstein. Zuerst querst du die Ostrach über die Brücke, anschließend hältst du dich nach links und gleich drauf wieder rechts auf den Wanderweg in den Wald hinein. Ab hier folgst du dem Wegweiser Richtung Imberger Horn, bzw. Bergstation Hornbahn. Der Weg führt dich mäßig steil durch den Wald bergauf, bis du nach einigen Höhenmeter auf die asphaltierte Fahrstraße triffst, die dich weiter durch den Wald bergan führt. Sobald du den Wald verlässt kannst du schon dein erstes Etappenziel, die Bergstation erkennen. Die Horn-Alpe bietet eine tolle Einkehrmöglichkeit zur Stärkung für den weiteren Anstieg.

    Wanderung aufs Imberger Horn mit Einkehr auf der Straußberg Alpe
    Blick auf Bad Hindelang

    Wanderung aufs Imberger Horn mit Einkehr auf der Straußberg Alpe

    Weiter geht’s zum Imberger Horn (1.655m)

    Vorbei an der Bergstation geht der Weg in einen breiten Schotterweg über, welchem du Richtung Straußberg Alpe folgst. Schon bald zweigt der Weg zum Gipfel des Imberger Horns nach links in den Wald ab. Ab hier solltest du vor allem bei nassen Verhältnissen erhöhte Vorsicht walten lassen, da der Weg schnell rutschig werden kann. Die ausgesetzteren Stellen sind mit einem Drahtseil versichert. Über Felsen und einen erdigen Wanderpfad geht es weiter bergan bevor der Weg auf den letzten Metern zum Gipfel nochmal etwas felsiger und schottriger wird. Oben angekommen hast du einen tollen Ausblick zur Nagelfluhkette, sowie auf Hirschberg, Spießer und nach Oberjoch.

    Wanderung aufs Imberger Horn mit Einkehr auf der Straußberg Alpe

    Vom Imberger Horn zum Straußberg (1.564m)

    Die Überschreitung zum Straußberg erfordert teils Trittsicherheit und etwas Schwindelfreiheit. Wanderstöcke können hier sehr hilfreich sein. Der Weg führt dich weiter durch den Wald über den Straußberg zum Straußbergsattel. Hier hältst du dich nach rechts Richtung Straußberg Alpe. Diese kommt auch schon bald in Sichtweite und lässt die Vorfreude auf eine gemütliche Brotzeit sehr zum eigenen Wohlbefinden steigen.

    Der Abstieg

    Für den finalen Abstieg folgst du weiter dem Weg, der dich zur Straußberg Alpe geführt hat. Schon bald wirst du feststellen, dass dieser wieder Richtung Bergstation der Hornbahn Hindelang führt. Ab hier sollte dir der Weg vom Aufstieg bekannt sein. Diesem folgst du zurück bis zum Ausgangspunkt deiner Wanderung auf das Imberger Horn.

    Fazit

    Eine angenehme Halbtagestour mit tollen Ausblicken auch in die höheren Lagen der Allgäuer Alpen (Nebelhorn & Co.)

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  • Tegelberg & Branderschrofen – Eine mittelschwere Wanderung

    Tegelberg & Branderschrofen – Eine mittelschwere Wanderung

    Sonntagfrüh, gutes Wetter und ein neuer Berg – klingt nach einem perfekten Plan. Doch das mit dem Wetter war wohl so nicht ganz richtig. Komm mit auf die heutige Wanderung zum Hornburg, Tegelberg, Branderschrofen und Tegelbergkopf oberhalb von Schloss Neuschwanstein und der Seenlandschaft im Ostallgäu.

    Aufstieg zum Tegelberg

    Aufgrund der noch geltenden Reisebeschränkungen mache ich mich heute auf den Weg auf den sonst sehr touristischen Tegelberg, um die Ruhe und den Stress vor dem großen Ansturm nochmal zu nutzen. Für den Start meiner Runde entscheide ich mich für den Parkplatz der Tegelbergbahn. Also schnell den Rucksack gepackt und die Bergstiefel geschnürt und schon gehts los Richtung Gipfel.

    Der Weg führt zuerst noch über eine geteerte Straße relativ steil bergan, bevor diese dann auf die Skitouren-Route im Winter durch einen Wanderweg fortgeführt wird. Schon relativ bald gelangt man an die Kreuzung, wo rechts der Gelbe Wand – Klettersteig (A/B) und Tegelbergsteig (C/D) abzweigen. Ich halte mich heute allerdings links und schon bald gelange ich an eine weitere Kreuzung, wo der Hornburgsteig abzweigt. Da ich diesen noch gar nicht kenn, geh ich also mal auf Erkundungstour. So geht es erst durch den Wald über Wurzeln bergan, bevor ein Stahlseil den weiteren Weg sichert. Oben angekommen auf dem Hornburg steht man zwar relativ verlassen im Wald, kann aber trotzdem einen netten Blick auf Schloss Neuschwanstein erhaschen.

    Aufstieg zum Tegelberg durch den Wald

    Also schnell wieder runter und weiter auf dem eigentlichen Weg. Dieser führt durch den Wald immer weiter bergauf bis zur Rohrkopfhütte. Von dort aus wähle ich den Weg über die steile Skipiste. Und die hats echt in sich. Da wird mir ziemlich schnell ziemlich dermaßen warm, dass ich glatt einen Gang zurückschalte. Schließlich will ich ja selbige nicht gleich wieder runterpurzeln und nochmal von vorne starten müssen. Und dann sieht man es schon, zumindest zum Teil bei den heutigen, tiefstehenden Wolken: Das Gipfelkreuz vom Branderschrofen. Und es sieht noch guuuut weit weg aus.. 😀

    Aufstieg zum Tegelberg über die Skipiste mit Aussicht

    Aber es hilft nix, weiter gehts! Schon bald erreiche ich den Tegelberg und kann durch die tiefstehende Wolkendecke immer wieder einen kurzen Blick auf den Forggensee und Bannwaldsee erhaschen.

    Nächster Halt: Branderschrofen

    Da die Temperatur mit dem aufkommenden Wind immer kühler wird, schmeiße ich mir schnell noch eine Weste drüber und starte meine Wanderung auf den nächsten Gipfel. So und jetzt mal Tacheles: Bis zum Tegelberg ist die Wanderung stets gut machbar und nicht groß ausgesetzt. Wer zum Branderschrofen aufsteigen möchte, zieht sich bitte ordentliche Bergschuhe an und geht auch nur da hin, wenn die nötige Schwindelfreiheit und Trittsicherheit vorhanden ist! Was ma da immer hört von anderen Leuten, da kann i bloß den Kopf schütteln.

    So, jetzt aber weiter. Durch den Wald gehts bergauf und schon bald weist ein Schild auf die nötige Trittsicherheit hin. Von hier aus ist es teilweise ein bisschen Kraxelei, die aber machbar ist. Schon kurz darauf stehe ich auf dem Branderschrofen und sehe erstmal fast nix – den Wolken sei Dank.

    Auf-dem-Branderschrofen-in-den-Wolken

    Allgäuer-Seen-von-oben

    Der Abstieg

    Für den Abstieg entscheide ich mich für den Tegelberggrat. Es gibt hierfür zwar keinen Wegweiser, wer trotzdem den Weg nehmen möchte, sollte auch hier über Schwindelfreiheit und Trittsicherheit verfügen. Und: man sollte einen etwa 3 Meter hohen Kamin abklettern können. Klingt erstmal nicht viel, kann aber schnell äußerst unangenehm werden. Es gibt auch einen Normalweg, der unterhalb der Tegelbergbahn-Gipfelstation verläuft (auf dem Schild einfach nach Hohenschwangau folgen). Schlussendlich führen beide Wege über die berühmte Marienbrücke mit tollem Ausblick auf das Märchenschloss Neuschwanstein zurück nach Hohenschwangau, von wo aus es noch gut eine halbe Stunde zurück zum Ausgangspunkt an der Tegelbergbahn ist.

    Ausblick-auf-Schloss-Neuschwanstein-und-die-Berge-vom-Tegelberg

    Fazit

    Eine wirklich schöne Runde auf vier mir bislang unbekannte Berggipfel. Herrliche Ausblicke auf den türkisfarbenen Forggensee, Bannwaldsee, Hopfensee und das Schloss Neuschwanstein mit Alpsee und Schwansee versprechen einen traumhaften Tag auf dem Berg.

    P.s. Selbstverständlich kann man die Wanderung auch durch eine Fahrt mit der Tegelbergbahn verkürzen. Den aktuellen Betriebsstatus findest du hier.

    Wanderlust geweckt? Hier gibts weitere spannende Bergwanderungen und Bergtouren zu entdecken.