So richtige Bergseen im Ostallgäu gibt es eigentlich nicht. Zumindest nicht in der Fülle wie im Oberallgäu oder im Tannheimer Tal. Dafür wartet hier ein ganzes Seenland im Tal auf dich:
Der Forggensee bei Füssen ist der fünftgrößte See in Bayern und ein beliebtes Ausflugsziel für Touristen und Einheimische. Mit seiner malerischen Lage zwischen den Bergen und seiner Größe von 15,2 km² bietet der See zahlreiche Möglichkeiten für Wassersport und Erholung. Von Bootsfahrten bis hin zu Segeln und Surfen gibt es für jeden Geschmack etwas zu erleben. Übrigens: Eine Wanderung auf den Tegelberg lässt dich vom Tegelberghaus aus über den Forggensee, Hopfensee und Bannwaldsee blicken. Solltest du es etwas gemütlicher mögen, bringt dich die Tegelbergbahnhinauf bis zum „Gipfel“.
Ein weiterer bekannter See in direkter Nachbarschaft ist der Hopfensee. Von dessen Nordufer aus kannst du ein tolles Bergpanorama bestaunen, das besonders im Morgenrot oder im Abendrot zur Geltung kommt.
Am Hopfensee, kurz vor Sonnenaufgang
Im Osten angrenzend an den Forggensee findest du den Bannwaldsee. Dieser hat’s grad noch so ins Allgäu geschafft, denn direkt an seine südöstliche Seite grenzt schon das Ammergebirge, bzw. die Ammergauer Alpen.
Sechs kleinere, aber mindestens genauso schöne Bergseen im Ostallgäu sind der Weißensee, der Alatsee, der Schwansee, der Alpsee, der Obersee sowie der Mittersee. Hier solltest du auf jeden Fall einen Stopp einlegen und die tolle Bergkulisse um die Seen genießen. Oft laden kleine Wanderungen um den See oder am See entlang zum Verweilen und genießen ein.
Schloss Neuschwanstein mit AlpseeSonnenaufgang über dem Weißensee
Du warst selbst schon an einem der Seen oder bist im Moment am Planen? Dann schreib gerne in die Kommentare, wie es dir gefallen hat.
Einer der bekanntesten Bergseen im Allgäu ist der Alpsee. Mit einer Fläche von rund 1,5 Quadratkilometern und einer Tiefe von bis zu 62 Metern ist er der größte natürliche See im Allgäu. Der Alpsee ist umgeben von einem wunderschönen Bergpanorama und bietet zahlreiche Freizeitmöglichkeiten.
Alpsee mit Grünten im Hintergrund
Ein weiterer beeindruckender Bergsee ist der Grüntensee. Er liegt auf einer Höhe von 830 Metern und ist von einer atemberaubenden Landschaft aus Bergen und Wäldern umgeben. Der Grüntensee ist ein idealer Ort zum Wandern und Radfahren.
Der Grüntensee im Oberallgäu
Der Rottachspeicher ist ein malerischer Stausee. Mit einer Fläche von rund 1,6 Quadratkilometern und einer Tiefe von bis zu 30 Metern ist er ein beeindruckendes Gewässer. Der Rottachspeicher bietet zahlreiche Freizeitmöglichkeiten wie Angeln, Bootfahren und Baden und ist zudem ein beliebtes Ziel für Wanderungen und Radtouren in der Region. Wer die Natur des Allgäus genießen möchte, sollte den Rottachspeicher auf jeden Fall in seine Reisepläne einbeziehen.
Zwischen Kempten und Immenstadt gelegen findest du im Westen den Niedersonthofener See. Dieser lädt zur gemütlichen Umrundung ein und ist im Sommer ein tolles Ausflugsziel für Badegäste.
Wunderschön im Oberstdorfer Stillachtal gelegen ist der Freibergsee. Ringsum von Wald und Bäumen umgeben bietet sich dieser Bergsee hervorragend für einen Spaziergang oder einen Badeausflug ins Naturfreibad an. Für Interessierte und Wintersportfans ist die in der Nähe des Sees gelegene Skiflugschanze einen Besuch wert.
Hoch über dem Tal – Bergseen im Oberallgäu
Der Schrecksee ist ein zauberhafter Bergsee in den Allgäuer Alpen, der auf einer Höhe von etwa 1.815 Metern liegt. Er ist umgeben von einer atemberaubenden Landschaft aus schroffen Felsen und grünen Almwiesen. Der Schrecksee ist ein beliebtes Ziel für Wanderer und Naturliebhaber und kann über verschiedene Wanderwege erreicht werden. Zudem ist er bekannt für sein kristallklares Wasser und bietet eine wunderbare Möglichkeit zum Entspannen inmitten der Natur.
Umgeben von den steilen Flanken des Rubihorns, sowie des Entschenkopfs liegt der Gaisalpsee auf einer Höhe von etwa 1.150 Metern und bietet eine atemberaubende Kulisse für Wanderer und Naturfreunde. Wer die Schönheit der Natur im erleben möchte, sollte einen Besuch am Gaisalpsee auf jeden Fall in Erwägung ziehen. Einer der häufig besuchten Bergseen im Oberallgäu.
Unterer Gaisalpsee
Ein weiterer Bergsee, dessen Besuch mit einer Wanderung verbunden werden kann ist der Guggersee. Nach etwa 820hm erreichst du diesen und erhältst ein beeindruckendes Panorama. Der Guggersee ist einer der kleineren Bergseen im Allgäu. Klein und sowas von fein!
Herrlich gelegen und umgeben von Rauheck, Höfats und Großer Wilder ist der Eissee. Sein Name ist hier tatsächlich Programm. Aufgrund seiner Lage ist dieser oft bis in den Juni hinein zugefroren, bzw. wird teils von einer dicken Schnee- und Eisschicht bedeckt gehalten.
Der nächste See ist nur in Verbindung mit einer langen Wanderung, einer Rad-, Bus- oder Bergbahnfahrt erreichbar. Die Rede ist vom Engeratsgund See im Hintersteiner Tal. Diesen kannst du entweder von Hinterstein aus erreichen oder über das Koblat am Nebelhorn. Solltest du dich für die Wanderung vom Nebelhorn über das Hochplateau Koblat entscheiden, kommst du sogar noch am Koblatsee, sowie am Laufbichel See vorbei.
Vermutlich einer der meistbesuchten Bergseen im Oberallgäu ist der Seealpsee. Einen wunderschönen Ausblick hast du vom Zeigersattel. Diesen kannst du entweder von Oberstdorf aus erwandern, alternativ fährt dich die Nebelhornbahn bis zur Station Höfatsblick.
Der Seealpsee bei Oberstdorf
Ein weiterer sehenswerter See bietet sogar eine grandios gelegene Übernachtungsmöglichkeit: Der Rappensee hoch über dem Rappenalptal. Eine Reservierung auf der Rappenseehütte im Vorhinein ist ratsam.
Das Allgäu ist bekannt für seine atemberaubende Landschaft, die von majestätischen Bergen, saftigen Wiesen und klaren Gewässern geprägt ist. Besonders die zahlreichen Bergseen sind ein Highlight für Naturliebhaber und Wanderfreunde. Diese malerischen Seen sind nicht nur ein Augenschmaus, sondern bieten auch eine wunderbare Möglichkeit zur Erholung und Entspannung inmitten der Natur.
Das Tolle daran: Im Allgäu gibt es sowohl im Tal gelegene Seen, als auch Seen, die oftmals nur über eine ausgedehnte Wanderung zu erreichen sind. Ob um die Region Oberstdorf, in den Allgäuer Hochalpen oder den Voralpen zwischen Oberstaufen, Niedersonthofen und Nesselwang – das Oberallgäu hält einige Bergseen für dich bereit. Aber auch das Ostallgäu und die Region um Füssen mit seinen Märchenschlössern sind immer eine Reise wert. Nicht zu kurz kommen darf selbstverständlich das Tannheimer Tal, das vermutlich schönste Hochtal Europas. Auch hier findest du malerische Bergseen, ob im Tal oder im Berg.
Insgesamt bietet das Allgäu eine Vielzahl von beeindruckenden Bergseen, die zu einem unvergesslichen Naturerlebnis einladen. Ob zum Wandern, Schwimmen oder einfach zum Entspannen – die Bergseen im Allgäu sind ein wunderbares Ziel für alle, die die Schönheit der Natur genießen möchten.
Der Übersichtlichkeit halber habe ich dir hier die einzelnen Seen nach Region unterteilt:
Heute wartet eine einfache und schöne Wanderung auf dich. Es geht zum und um den Frillensee bei Inzell im Chiemgau. Die Wanderung ist auch eine tolle Alternative sollte das Wetter mal etwas unbeständiger sein und ist außerdem gut mit der ganzen Familie begehbar.
Start deiner Wanderung zum Frillensee
ist der große, kostenpflichtige Wanderparkplatz am Forsthaus Adlgaß, welches im Anschluss an die Tour eine tolle Einkehrmöglichkeit bietet. Von hier aus führt dich ein Wanderweg zuerst über eine Wiese und anschließend hinein in den Wald bergauf.
Schon bald hörst du das entschleunigende Rauschen des Frillenseebachs, welchen du auch bereits nach wenigen Höhenmetern durch den Wald querst. Von nun an führt dich ein breiterer Schotterweg weiter bergauf.
Das Tolle an der Rundtour zum Frillensee ist der Bergwald-Erlebnispfad für Klein und Groß. Über Infotafeln und Anschauungsbeispiele wird hier dem Betrachter die Forstwirtschaft und das Projekt Bergwald gut veranschaulicht.
Der Weg zum Frillensee ist allzeit gut ausgeschildert. Immer wieder kannst du eine wunderbare Bergwaldstimmung im Zusammenspiel mit dem Frillenseebach bestaunen.
Einfach schön! Nach etwa einer Stunde Gehzeit und ca. 150 Höhenmetern erreichst du dein heutiges Ziel, den wunderschönen Frillensee. Als wir Ende März dort waren, verbarg sich dieser noch unter einer Eisschicht. Eine kurze Rast lässt dich den im Hintergrund emporragenden 1750m hohen Gmasknogel bestaunen, links davon den Zwiesel (1782m), sowie den Zennokopf (1756m).
Der Rundweg führt dich weiter auf einem breiten Schotterweg um den See herum, bevor es dann schon wieder an den Abstieg geht. Hier folgst du den Schildern zurück nach Adlgaß auf einem ebenfalls breiten Schotterweg.
Im Prinzip ist der komplette Weg (bis auf Anfang und Ende) sehr gut auch mit einem Kinderwagen machbar. Hier kannst du auch mit deiner ganzen Familie gemütliche Stunden verbringen. Eine Einkehr am Ende der Wanderung zum Frillensee ins Forsthaus Adlgaß belohnt dich für die gemeisterten Höhenmeter.
Heute wartet eine wunderschöne und anspruchsvolle Bergtour auf einen der höchsten und bekanntesten Gipfel der Allgäuer Hochalpen auf dich. Du hast die Wahl: Als Tagestour oder mit Hüttenübernachtung auf dem Waltenberger Haus.
Start in Oberstdorf zur Bergtour auf die Mädelegabel (2.645 m)
Zum Start deiner Tour hast du verschiedene Möglichkeiten:
Von Oberstdorf mit dem Bus ins Stillachtal nach Faistenoy (Parkplatz Fellhornbahn). Anschließend geht es zu Fuß weiter nach Einödsbach.
Mit dem Auto bis zum Parkplatz der Fellhornbahn. Um dir den Weg nach und von Einödsbach zurück zu verkürzen empfehle ich dir ein Fahrrad mitzunehmen. Dieses kannst du in Einödsbach abstellen und kannst dich nach deiner Tour zum Parkplatz zurückrollen lassen.
Direkt von Oberstdorf mit dem Fahrrad nach Einödsbach.
Ausgangspunkt ist auf jeden Fall immer Einödsbach – die südlichste Siedlung Deutschlands. Von hier geht es zuerst über einen breiten Forstweg bergan, der schon bald in einen Wanderweg übergeht. Etwas oberhalb, entlang des Bacherlochbachs geht es durch das Bacherloch (Schlucht, in der sich regelmäßig große Mengen Schnee sammeln und durch Lawinen ins Tal befördert werden). Schon bald steilt der Weg an und du kommst an einer etwas ausgesetzten Stelle vorbei, die dank Behelfsbrücken und Stahlseilen gut machbar ist. Sobald du das Felsgelände hinter dir gelassen hast geht es über Wiesenwege hinauf zum Waltenberger Haus. Auf deinem Weg zur Mädelegabel bietet sich hier eine gute Möglichkeit zur Zwischenrast.
Vom Waltenberger Haus auf die Mädelegabel
Weiter geht es über ein unbequemes Schutt- und Geröllfeld hinauf zur Bockarscharte. Stöcke können hier sehr hilfreich sein, um nicht immer wieder einen Schritt rückwärts zu machen. Etwas unterhalb der Bockarscharte geht das Gelände in Blockgelände über. Zupacken ist hier die Devise. Teils mit Stahlseilen versichert folgst du hier den Wegmarkierungen.
Oben angekommen erhältst du einen tollen Blick in die Tiroler Bergwelt und nach Holzgau. Hier triffst du übrigens auf den Heilbronner Weg. Nun folgst du dem Wegweiser nach links Richtung Mädelegabel / Kemptener Hütte. Schon bald erreichst du die ersten Schneefelder des Schwarzmilzferners, dem letzten verbliebenen Allgäuer Gletscher. Angst vor Gletscherspalten musst du allerdings hier keine haben, eher vor Steinschlag der Hochfrottspitze, die du unterhalb im Schnee querst. Bleib hier bewusst auch mal stehen und genieße die Aussicht, oft sieht man bereits an der Bockarscharte den ein oder anderen Steinbock.
So und nun wird es etwas kniffelig, denn der Einstieg zum Aufstieg auf die Mädelegabel ist nicht ganz einfach zu finden. Am Besten folgst du den Spuren im Schnee, bzw. hilfst dir anhand des GPS-Tracks. Über Blockgelände geht es nun bergan. An einer Stelle im unteren Teil des Aufstiegs musst du ein Mal etwas näher auf Tuchfühlung mit dem Fels gehen, danach geht es weiter im T4 Gehgelände und abwechselnden Stellen im I. Klettergrad. Der Weg ist zwar markiert, allerdings solltest du immer genau Ausschau nach der nächsten Markierung halten, denn die Gefahr des Versteigens ist gegeben. Oben angekommen kannst du einen wunderbaren Rundumblick genießen.
Für den Abstieg folgst du dem Aufstiegsweg.
Fazit
Eine ausdauernde Bergtour auf einen der höchsten Allgäuer Gipfel. Ausdauer und Trittsicherheit solltest du hier auf jeden fall mitbringen.
Tipps
Stöcke erleichtern den Auf- und Abstieg, besonders im Schutt- und Geröllfeld oberhalb des Waltenberger Hauses
Zeit mitbringen und bei Sonnenschein eine Kopfbedeckung, sowie Sonnenschutz
Achtung: Meldung über Steinschlag / Wegabbruch im Nordhang unterhalb des Gipfels! Bei Unsicherheit umkehren / Gebiet meiden!
Stand: 26.06.2026
Lust auf eine schöne Tagestour in den Allgäuer, bzw. Tannheimer Bergen? Dann hab ich hier eine tolle Empfehlung für dich: heute geht’s auf’s Gaishorn. Für die Tour solltest du Trittsicherheit und Schwindelfreiheit mitbringen.
Start zur Bergtour auf das Gaishorn (2.247 m) ist Tannheim
Genauer gesagt der kostenpflichtige Wanderparkplatz in Tannheim Neu Kienzen. Von hier aus führt dich der Wanderweg über den Alten Älpeleweg größtenteils durch den Wald hinauf zur Almwirtschaft Älpele. Weiter geht es über frische Weideflächen hinauf zum Zirleseck. Bis hierhin ist der Weg unschwierig und nicht ausgesetzt. Ab dem Zierleseck hältst du dich nach links hinauf zum Zererköpfle. Ab dem Zererköpfle über den Grat bis zum Gaiseck wird der Weg ausgesetzter im Gehgelände Fels bis T4 und Klettern bis zum I. Grad. Am Gaiseck (2.212 m) angekommen kann es durchaus vorkommen, dass du hier dem ein oder anderen Schaf begegnest. Bereits hier hast du eine wunderbare Aussicht in die umliegenden Berge.
Der Übergang vom Gaiseck zum Gaishorn erfordert nochmals Konzentration, ist aber schnell bewältigt.
Der Abstieg zurück nach Tannheim
Um deine Rundtour zu vervollständigen wählst du den Abstieg in nördliche Richtung. Hier ist wieder etwas Vorsicht geboten, teilweise rutscht man leicht auf dem schottrigen Geröll. An einem Abzweig hast du die Möglichkeit nach links abzusteigen und den weiteren Abstiegsweg wie beim Aufstieg über die Almwirtschaft Älpele zu wählen. Wenn du noch Lust hast kannst du, wie oben in der Karte eingezeichnet, den Weg nach rechts wählen und über die Untere Roßalpe abzusteigen. Durch den Wald zuerst noch auf einem schmalen Wanderweg wird der Weg bald schon breiter. Am unteren Ende des Rossalpbachtals kommst du noch an der Lourdes Grotte Tannheim vorbei, bevor du kurz drauf auch schon wieder am Wanderparkplatz ankommst.
Fazit
Eine ausdauernde Bergtour auf einen der höchsten Allgäuer Gipfel. Ausdauer und Trittsicherheit solltest du hier auf jeden fall mitbringen.
Tipps
Stöcke erleichtern den Auf- und Abstieg, besonders im Schutt- und Geröllfeld oberhalb des Waltenberger Hauses
Zeit mitbringen und bei Sonnenschein eine Kopfbedeckung, sowie Sonnenschutz
Eine wunderbare Bergtour auf den Wiedemerkopf wartet heute auf dich. Gehgelände bis T4 und kurze Kletterstellen im I. Grad gilt es zu bezwingen.
Mit dem Bus oder Fahrrad geht es von Hinterstein zum Giebelhaus, bzw. zur Pointhütte
Deine Bergtour auf den Wiedemerkopf startest du am Besten in Hinterstein. Sollten die Parkplätze im Ort bereits belegt sein, kannst du auch etwas Tal-auswärts am Parkplatz „Säge“ parken und von dort starten. Wenn du deine Anfahrt mit dem Fahrrad planst hast du den Vorteil noch ein paar Höhenmeter mehr zur Pointhütte zu erklimmen und dir später den Rückweg zu verkürzen.
Egal ob Giebelhaus oder Pointhütte, der Anstieg führt dich durch das wunderschöne Bärgündeletal hinauf Richtung Prinz-Luitpold Haus. Vorbei an saftigen Weideflächen und tosenden Wasserfällen führt der schottrige Wanderweg zuerst durch den Wald und dann über offenes Gelände moderat steil bergan. Eine kurze Einkehr in der Unteren Bärgündele Alpe stärkt für den weiteren Aufstieg.
Die Tour ist als Tagestour gut machbar. Wenn du sie allerdings lieber auf zwei Tage splitten möchtest kann ich dir eine Übernachtung im Prinz-Luitpold Haus wärmstens empfehlen.
Der Aufstieg zum Wiedemerkopf (2.166m)
Während die meisten Wanderer vermutlich den weiteren Weg Richtung Hochvogel einschlagen hältst du dich rechts den Schildern folgend Richtung Wiedemerkopf, bzw. Himmelecksattel. Schon bald weist ein Wegweiser nach links zum Wiedemerkopf. Ab hier wird der Weg zum Pfad und führt dich zuerst noch am Hang entlang bergauf, bevor es schon bald felsiger wird. Der weitere Weg bis zum Gipfel wechselt sich immer wieder ab zwischen Kraxeln bis zum I. Grad und Gehgelände bis T4, teils auch etwas ausgesetzt. Oben angekommen kannst du einen tollen Rundumblick bestaunen. Mit dem Hochvogel in greifbarer Nähe, der Höfats in der Ferne und dem Blick durch’s Hintersteiner Tal macht die Gipfelrast gleich doppelt so viel Spaß.
Blick zur Höfats
Der Abstieg ins Bärgündeletal
Der Abstiegsweg folgt anfangs noch dem Aufstiegsweg, zweigt am nächsten Wegweiser aber dann nach links Richtung Himmeleck ab. Hier hast du die Möglichkeit entweder den gleichen Weg ins Tal wie zuvor beim Aufstieg zu nehmen (rechts halten Richtung Prinz-Luitpold Haus) oder die „Runde“ zu vervollständigen und über den Talschluss des Bärgündeletals wieder abzusteigen (links halten). Solltest du dich für die „Rundtour“ entscheiden folgst du dem geschotterten Wanderweg in technisch unschwierigem Gehgelände bis zum nächsten Wegweiser, der anschließend rechts bergab zurück zur Pointhütte / zum Giebelhaus weist.
Blick auf den Hochvogel
Fazit
Eine nicht ganz einfache Bergtour in den Allgäuer Alpen auf einen Berg, der, durch die gewaltige Prominenz des Hochvogels in direkter Nachbarschaft, schon fast als einsamer Geheimtipp bezeichnet werden kann.
Tipps
Stöcke erleichtern den Auf- und Abstieg (im felsigen Gipfelaufbau ablegen, hier behindern sie mehr als sie nützlich sind)
Zeit mitbringen und die Aussicht genießen – beeindruckend
Herrliche Ausblicke in die Allgäuer & Lechtaler Alpen und eine außergewöhnliche Landschaft warten auf dich bei der mittelschweren Wanderung auf das Rauheck vom Oytal über die Käseralp in Oberstdorf.
Von der Skisprungschanze Audi Arena in Oberstdorf mit dem Fahrrad ins Oytal
Deine Bergtour auf’s Rauheck startest du am besten direkt in Oberstdorf. Etwas unterhalb der Skisprungschanze findest du ausreichend Parkplätze (z.B an der Oybele-Festhalle). Mit dem Fahrrad geht es zum Start entweder in das Oytal oder als Alternative ins Trettachtal und Dietersbachtal. In diesem Fall entscheiden wir uns für das Oytal.
Auf der breiten Fahrstraße überwindest du zuerst das steilste Stück nach der Skisprungschanze und folgst immer der Straße Richtung Oytalhaus. Je nach Jahreszeit kann es sein, dass die ein oder andere Kuh deinen Weg kreuzt. Hier einfach kurz ruhig vorbeischieben und weiter geht’s. Vorbei am Oytalhaus geht die Teerstraße in einen breiten Schotterweg über und führt dich vorbei an der Gutenalp weiter ins Tal hinein. Kurz nach der Gutenalp überquerst du wieder auf der Teerstraße den Oybach. Hier kannst du entweder dein Fahrrad an einem der Bäume absperren oder, je nach Kondition, radelst du weiter die steile Teerstraße rauf zur Käseralp und parkst dort dein Zweirad.
Der Aufstieg zum Rauheck (2.384m) über den Älpelesattel
Egal für welche Variante du dich entscheidest, dein Weg führt an der Käseralp vorbei. Dort hältst du dich rechter Hand und folgst dem Wegweiser Richtung Älpelesattel. Zuerst noch unter freiem Himmel schlägst du dich anschließend auf einem schmalen Pfad immer öfter durch das Dickicht. Der Weg ist zwar schmal aber nicht wirklich ausgesetzt. Nach einiger Zeit erreichst du den Älpelesattel, an welchem ein herrlicher Blick auf viele prominente Gipfel der Allgäuer Hochalpen auf dich warten. Hier trifft übrigens der Alternativweg über das Dietersbachtal zusammen.
Der weitere Aufstieg zum Rauheck
Weiter geht’s nach links – Achtung, rechts zweigt hier der Weg auf die Höfats ab, welcher um ein Vielfaches anspruchsvoller ist! Ein kleines Schild weist dir aber hier die Richtung. Der Weg ist relativ gut erkennbar und schlängelt sich am Grat entlang bergauf. Zuerst noch durch Grashänge, welche aber schon bald in felsigeres Terrain übergehen. Hier aufpassen falls noch Altschnee liegt, da das Gelände ausgesetzter wird und Abrutschgefahr besteht. Meine Tour habe ich an diesem Tag aufgrund des unpassenden Schuhwerks im Schnee etwa 100 Höhenmeter unterhalb des Gipfels abgebrochen. Den Gipfel habe ich etwa fünf Wochen später von der anderen Seite (Kreuzeck) begangen.
Der Abstieg
Nach einer ausgiebigen Brotzeit und Gipfelrast führt der Weg schließlich wieder auf dem gleichen Weg zurück ins Tal.
Fazit
Eine tolle Wanderung in den Allgäuer Hochalpen mit einem herrlichen Gipfelpanorama.
Tipps
Stöcke erleichtern den Auf- und Abstieg
Zeit mitbringen und die Aussicht genießen – beeindruckend
Herrliche Ausblicke in die Allgäuer & Lechtaler Alpen und eine außergewöhnliche Landschaft warten auf dich bei der mittelschweren Wanderung auf den Hohen Ifen über das Gottesackerplateau.
Von der Auenhütte zum Gottesackerplateau und das Hahnenköpfle (2.082m)
Deine Wanderung startest du am Parkplatz der Auenhütte im Kleinwalsertal. Von dort folgst du dem Wegweiser Richtung Wäldele und hältst dich eher am Hang entlang zum Berghaus Kleinwalsertal. Während der Weg anfangs noch über die Teerstraße führt, zweigt dieser nach besagter Hütte bald schon links in den Wald auf einen Wanderpfad ab. Ab hier hältst du dich immer Richtung Gottesackerplateau. Der Weg führt mäßig steil zuerst noch durch den Wald bergauf, bevor es anschließend über freie Fläche und dem Wanderpfad folgend zur Gottesackeralpe geht.
Weiter geht es nun über felsigeres Terrain auf das Gottesackerplateau. Der Weg ist hier gut markiert, bei Nebel aber vermutlich doch recht schwer zu finden. Also lieber vorher einmal mehr die Wetterverhältnisse prüfen!
Besonders zu beachten sind hier die teils breiten und tiefen Spalten, in welche ein Sturz tragisch enden könnte, also Obacht! Das Gottesackerplateau ist landschaftlich ein richtiger Hingucker und es macht echt Spaß über dieses weiter zum Hahnenköpfle zu wandern. Bereits von hier aus hast du einen tollen Blick auf den Hohen Ifen und die Allgäuer Alpen.
Weiter geht’s auf den Hohen Ifen (2.230m)
Der weitere Weg führt dich erst wieder etwas bergab, bevor es dann schottrig und steil bergauf in Richtung Ifen-Plateau geht. Der Übergang auf den Hohen Ifen erfordert definitiv festes Schuhwerk und Trittsicherheit. Gefahrenstellen sind hier mit einem Stahlseil gesichert. Nach dem Übergang führt dich der Weg über freie Wiesenflächen weiter bergauf, bis du schließlich am Gipfelkreuz des Ifen ankommst. Das Panorama von hier aus ist einfach überragend – hier unbedingt eine Pause einlegen und genießen!
Der Abstieg
Nach einer ausgiebigen Brotzeit und Gipfelrast führt dich der Weg schließlich wieder zurück ins Tal. Zuerst noch auf dem Aufstiegsweg, zweigst du anschließend nach rechts ab und folgst dem Wanderweg entlang der Skipiste zurück ins Tal.
Fazit
Eine tolle Wanderung im Kleinwalsertal, die mit etwas Trittsicherheit jede Menge Freude und Erlebnis bietet.
Tipps
Stöcke erleichtern den Abstieg und bieten Halt, grad beim Abstieg vom Ifenplateau
Zeit mitbringen und die Aussicht genießen – beeindruckend
Strahlender Sonnenschein und ein toller Ausblick in die verschneiten Allgäuer Berge – stattdessen Schneefall und Kälte. Das hat mich vergangene Woche bei meiner Schneeschuhwanderung über den Sonnenkopf zum Schnippenkopf erwartet. Viel Freude beim Nachwandern.
Bevor du weiterliest, möchte ich dich auf die beiden Schlüsselstellen auf dieser Tour im Winter hinweisen:
Übergang vom Heidelbeerkopf auf den Schnippenkopf:
Dieser ist im Winter oft von hohen Schneewechten geprägt. Hier solltest du auf eine saubere Spur achten, ansonsten herrscht hohe Absturzgefahr! Beim Gipfelaufstieg kann sich ordentlich Schnee ansammeln und du musst einen kurzen, aber dann teils steilen Abschnitt queren. Beachte hier bitte die Lawinengefahr.
Abstieg vom Schnippenkopf zur Falkenalpe:
Solltest du hier nicht in „Gratnähe“ absteigen, beachte bitte die Lawinengefahr, denn auch hier musst du ein kurzes steileres Stück queren.
Schneeschuhwanderung auf den Sonnenkopf im Allgäu
So, los geht’s also an diesem Freitagmorgen am Parkplatz oberhalb von Schöllang. Wenn genügend Schnee liegt, kannst du bereits am Parkplatz deine Schneeschuhe anlegen und losmarschieren. Der Weg führt über einen breiten Fahrweg zuerst noch frei, dann durch den Wald bergauf.
Dieser ist erst noch mäßig steil, wird aber bald schon steiler und man kommt gut ins Schnaufen und Schwitzen. Bereits nach einigen Höhenmetern erhält man eine nette Aussicht durch die Bäume auf die umliegenden Berge.
Eigentlich sollte an diesem Morgen so langsam die Sonne durch die Wolken blitzen. Doch während ich noch die ersten blauen Flecken am Himmel bestaune, sehe ich aus Westen bereits eine riesige weiße Wand auf mich zurollen. Als hätte ich es geahnt, setzt auch kurz drauf schon ein wilder Schneefall ein. Ich kämpfe mich also weiter bergauf und entscheide mich erstmal den Aufstieg zum Sonnenkopf hinter mich zu bringen und anschließend nochmal den weiteren Tourenverlauf, abhängig vom Wetter, zu überdenken.
Am folgenden Wegweiser angekommen solltest du dich links halten.
Bis hierhin war der Weg relativ breit und gut begehbar, anschließend geht es weiter auf einem schmaleren Weg durch den Wald bergauf. Der Weg ist immer gut mit Wegweisern oder Pfeilen markiert, du solltest dich also fast nicht verlaufen können.
Oben angekommen lichtet sich die Wolkendecke wieder etwas mehr und ich kann zumindest den weiteren Weg und auch schon den Heidelbeerkopf und Schnippenkopf erkennen.
Der Ausblick vom Gipfel des Sonnenkopf ist zwar an diesem Morgen nicht sonderlich atemberaubend, hat aber durchaus auch seinen Charm, wie ich finde.
Weiter geht es nun auf einem schmalen Pfad zum Heidelbeerkopf. Dieser sollte auch bei mehr Schnee machbar sein. Anschließend kann man bereits den weiteren Weg zum Schnippenkopf erahnen. Beachte hier bitte unbedingt Hinweis #1 am Anfang dieser Seite! Geh den Weg nur, wenn du dir absolut sicher bist. Oben am Heidelbeerkopf angekommen, mache ich eine kurze Trinkpause, bevor ich mich an den Abstieg über das Falkenjoch zur Rubialpe und über die Gaisalpe zurück zum Ausgangspunkt mache.
Fazit
Eine schöne Schneeschuhwanderung durch den Allgäuer Winter. Bei mäßigem Schnee sollte die Runde gut machbar sein. Bei viel Schnee und wenig Erfahrung such dir lieber eine andere schöne Schneeschuhrunde. Du hast Fragen zur Tour? Schreib mir gerne in den Kommentaren ▽
Tipps
Stöcke erleichtern den Abstieg und bieten Halt im Schnee
Zeit mitbringen und die Aussicht genießen – beeindruckend
Wenn es die Verhältnisse zulassen, Tour auf Heidelbeerkopf und Schnippenkopf erweitern